Stellungnahme zum Spieltag PSC Kaufbeuren - SSC Fürth vom 08. Mai 2011
13. Mai 2011 : Der SSC Fürth möchte hiermit offiziell Stellung zum Spieltag
PSC Kaufbeuren – SSC Fürth vom 08. Mai 2011 nehmen!
Wir haben hierzu Protest beim Bundessportwart Thomas Hein gegen die Mannschaft
aus Kaufbeuren eingereicht, welche sich grob unsportlich und extrem beleidigend
verhalten hat.
In unserer über 20-jährigen Teilnahme an Turnieren und dem Spielbetrieb ist mir
und meinen Mannschaftskollegen noch nichts dergleichen widerfahren.
Zum Thema:
Nach dem ersten Frame in Runde eins wurde der erste Framesieg von Thomas May und
Lothar Stumpf mit einem "Kurzen" begossen. Auf unsere Nachfrage, ob jetzt ein
Schnaps am Spieltag, wo wir uns als Sportler bezeichnen und Alkohol als NO GO
sehen, das Richtige sei, wurde uns entgegnet, dass es "nur" ein Kräuterlikörchen
sei. Auch dies ist bekanntlich Alkohol.
Mit einem Kopfschütteln nahmen wir dies so hin. Die DBU-Richtlinien sagen
soweit ich weiß etwas anderes: "komplettes Alkoholverbot"!
Beim Spielstand von 2-2 im Spiel May gegen Kirim eskalierte allerdings dann die Situation.
Nachdem Thomas May ein offenes Bild liegen gelassen hatte, nahm sich Ali Kirim entsprechend
Zeit das Bild zu lesen und jedem war bewusst, dass der nächste Stoß von entscheidender
Bedeutung sein würde, da beide an diesem Tag ein sehr starkes Potspiel zu Tage legten. Lothar
Stumpf, der sein Spiel gegen Chris McBreen bereits verloren hatte, gesellte sich nun zu
Thomas May und konnte nicht abhalten, zu allem seinen Kommentar abzugeben. "Jetzt spielst du
schon so lange Snooker und weißt immer noch nicht was du machen sollst" war die "Antwort"
auf Kirims Zögern beim Stoß. Kirim, komplett aus seiner Konzentration gerissen, monierte
zurecht das verbale Einschreiten eines Spielers der gar nicht involviert war. Daraufhin
drohte Herr Stumpf damit sein Queue über Ali Kirim zu zertrümmern – ein anderes hatte er
schon im Hinspiel zerschlagen. Der extremen Zurückhaltung Ali Kirims war es zu verdanken,
dass es zu keiner Schlägerei gekommen ist. An ein konzentriertes Spiel war aber nicht mehr
zu denken.
Drohungen solcher Art sind indiskutabel, zumal nach höflicher Nachfrage von Julian Gärtner
bei Lothar Stumpf nach dem Match mit Chris McBreen dieser lapidar mit " Frag doch deine
Ausländerfratze" abgetan wurde.
Nach der ersten Spielrunde, die 2-2 endete, kam die komplette Mannschaft des SSC Fürth
überein, dass diese Anfeindungen in einem "gentlemen sport" nichts zu suchen haben. Die
Entscheidung Cesals als Mannschaftsführer, nicht mehr weiter zu spielen, geschah auch um
seine Mitspieler zu schützen.
Wenn Alkohol, Drohungen und Ausländerfeindlichkeit in unseren Sport einziehen, sehen
wir die Zukunft von Snooker und Billard im Allgemeinen als stark gefährdet an.
Wir möchten ausdrücklich erwähnen, dass sich Soner Sari und Ufuk Aktürk sportlich
absolut fair verhalten haben und es Ihnen wohl auch sichtlich peinlich war.
Dem Kölner Sportclub möchten wir unser Bedauern ausdrücken, da Sie eigentlich die
Sieger der Südstaffel sind und somit einen sicheren Platz in der Bundesliga haben sollten.
Den Fehler, nichts auf den Spielberichtsbogen einzutragen, haben wir sicherlich begangen,
aber es war aus unserer Sicht besser, diesen Ort unverzüglich zu verlassen.
Die Vorstandschaft des SSC Fürth e.V.